Nachhaltig Bauen

Wie könnte das Haus der Zukunft aussehen, wenn wir die dafür benötigten Materialien und Technologien auf nachhaltige Weise auswählen? Das NEST-Gebäude auf dem Empa-Campus ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie neue Technologien Einzug in unseren Wohn- und Arbeitsalltag haben könnten. Von unkonventionellen Dämmmaterialien zu Robotern, die eigenständig Gebäude überwachen und reparieren, hält der Themenschwerpunkt «Nachhaltig Bauen» spannende Innovationen bereit.

Holz hält mehr aus, als gedacht!

Auch in mehrgeschossigen Gebäuden und in Produktionsbauten der Industrie kann Holz anstelle von Stahl oder Beton für tragende Elemente verwendet werden. Mit Demonstrationen und einem Versuch zeigen die Empa-Forschenden, wie sich Holzstützen bei unterschiedlicher Krafteinwirkung verhalten und wie deren Traglast mit einer Stahlarmierung gar noch gesteigert werden kann.

Das Wundermaterial Aerogel

Aerogel ist das Traummaterial für viele Isolationszwecke. Hitzefest bis 600 Grad, superleicht, ungiftig – und extrem wärmedämmend. Nur die Herstellung macht noch Kopfzerbrechen: Sie ist aufwändig und teuer. Empa-Forschende wollen dies ändern und arbeiten an einem kostengünstigeren Produktionsprozess. Lernen Sie das «Wundermaterial» selbst kennen: Die Forschenden zeigen spannende Experimente und konkrete Anwendungsbeispiele.

Asphalt-Bindemittel aus Roboterhand

Im Strassenbau werden entweder Bitumen oder aber Beton als Bindemittel verwendet. Doch es geht auch anders: Empa-Forschende zeigen, wie man durch eine simple Schnur zwei Lagen Schottermaterial stabil miteinander verbinden kann – unterstützt werden sie dabei durch einen Roboter, der die Schnur in vorgegebenen Schlaufen abwickelt.

Roboter heilen Wände

Autonome Drohnen könnten in Zukunft eine wichtige Rolle im Unterhalt und in der Überwachung von Gebäuden übernehmen. Im neuen «Aerial Robotics Hub» – eine Partnerschaft zwischen der Empa und dem «Imperial College London» – arbeiten Forschende an einer neuen Generation von fliegenden Robotern, die Schäden an unserer Infrastruktur entdecken und selbstständig Reparaturaufgaben übernehmen können. Eine live-Demo zeigt, wie dies genau vonstattengehen soll.

Neue High-Tech-Baustoffe

Mit modernen Leichtbaumethoden lässt sich das Gewicht von Brücken- oder Gebäudefertigteilen deutlich reduzieren und Material einsparen. Ein Beispiel dafür ist selbstvorgespannter Karbonfaser-Beton, den Ihnen die Forschenden auch direkt präsentieren.

Wie belastbar sind Bauteile?

Wenn Bauteile ständigen Belastungen ausgesetzt sind, ist es wichtig zu wissen, wie sie sich unter Last verhalten und wann allenfalls mit Schäden zu rechnen ist. Oft reicht dabei die Errechnung der möglichen Lebensdauer nicht aus. Man braucht Gewissheit: An der Empa werden neue, komplexe Bauteile deshalb meist schon in der Entwicklungsphase im Labor allen möglichen Belastungen ausgesetzt und damit die effektive Lebensdauer von neuen Systemen bestimmt.

Risse im Flugzeug aufspüren

Mit Sensorik direkt im Flugzeugflügel soll es in Zukunft möglich sein, neu auftretende Risse und andere Schäden frühzeitig zu entdecken und aufwändige Inspektionen gezielter zu planen. An einem Flügelteil eines Airbus A320 untersuchen Empa-Forschende die Robustheit der Sensorik unter Belastung.

Schadensanalytik an der Empa

Sie treten nach Schadensfällen, bei denen ein Material bzw. ein Bauteil versagt hat, auf den Plan: die Schadensanalytiker der Empa. Unter anderem aus den Bruchflächen der Unglücksmaterialien versuchen sie die Ursachen für deren Versagen herauszulesen. Mit Experimenten oder mit Computermodellen stellen sie mögliche Szenarien nach. Werden Sie selbst zum Materialdetektiv und finden Sie heraus, welche Geheimnisse die Bruchfläche einer Schokolade preisgeben kann. Ausserdem können Sie Zeuge werden, wenn ein schweres Stahlteil zerrissen wird, um daraus Rückschlüsse auf die Werkstoffeigenschaften zu ziehen.

Kunstwerke durch Korrosion / Korrosionsschäden

Überall dort, wo Eisen oder Stahl im Einsatz sind, kann Korrosion zu fatalem Materialversagen führen. Empa-Forschende untersuchen solche Schadensfälle und entwickeln gleichzeitig Schutzstrategien gegen Rost.

Mit modifiziertem Asphalt gegen Hitzeinseln

Im Sommer heizen sich Städte immer stärker auf und werden die Hitze auch in der Nacht nicht mehr los. Empa-Forschende entwickeln eine neue Asphaltmischung, die sogenannte Phasenwechsel-Materialien enthält. Diese wirken temperaturausgleichend und können so den Wärmeinsel-Effekt in unseren Städten verringern. Ein Experiment zeigt eindrücklich, wie sich verschiedene Asphaltproben bei Temperaturschwankungen verhalten.

Das NEST – ein Gebäude mit Zukunft

Mit ihrem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude NEST möchte die Empa den Innovationsprozess im Bau- und Energiebereich beschleunigen. Dazu testen Empa-Forschende gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand neue Technologien und Baukonzepte unter realen Bedingungen, entwickeln diese weiter und testen sie im Praxisalltag. NEST ist ein «Living Lab», in dem gewohnt und gearbeitet wird. Eine Ausstellung im NEST-Atrium gibt Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. Im Rahmen von Führungen können die Besucher und Besucherinnen zudem verschiedene Gebäudemodule – die sogenannten NEST-Units – besichtigen.


Umwelt & Ressourcen

Der Mensch ist den unterschiedlichsten Umwelteinflüssen ausgesetzt. Im Themenschwerpunkt «Umwelt & Ressourcen» erfahren Sie, wie Empa-Forschung dazu beiträgt, unsere Lebensqualität zu verbessern. Erleben Sie Fluglärm hautnah simuliert; erfahren Sie, wie die Empa Luftschadstoffe selbst in winzigsten Konzentrationen messen kann, wie kleinste Nanopartikel aus Verbrennungsprozessen freigesetzt werden und wie modernste Lasertechnik im Strömungskanal zum Einsatz kommt. Doch nicht nur unsere unmittelbare Umwelt beschäftigt die Forscherinnen und Forscher der Empa, sondern auch die immer knapper werdenden Rohstoffe. Wie lässt sich beispielsweise ein Strassenbelag aus Abfallmaterialien herstellen? Lässt sich unser Abwasser allenfalls ein zweites Mal nutzen, ehe es in die Kläranlage gespült wird?

Sind Autoabgase gefährlicher als Zigarettenrauch?

Was kommt aus einem Auspuff, wenn ein Auto mit 100 km/h fährt? Wir schnallen ein Auto auf dem Rollenprüfstand fest und messen die Abgase mit unseren Messgeräten. Zum Vergleich schauen wir uns die "Abgase" von Zigaretten an. Aber aufgepasst: Das Auto im Empa-Labor ist warmgefahren. Bei einem Kaltstart sähen die Ergebnisse anders aus. Auch diesen Unterschied werden unsere Experten erläutern.

Vor Flammen geschützt

Flammschutzmittel sind oft hochgradig gesundheitsschädlich. Sie finden sich jedoch in vielerlei Kunststoffen, die ohne diese Mittel rasch Feuer fangen würden. Die Empa entwickelt unterschiedliche Flammschutzmittel, die nicht nur ungiftig, sondern auch extrem wirksam sind. Die Forschenden zeigen Ihnen unterschiedlich behandelte Fasern und Stoffe sowie ein 3D-gedrucktes Flammschutzmolekül.

Mit Wind und Wasser gegen die Hitze

In Städten herrscht ein anderes Klima als auf dem Land. Im Sommer entstehen sogenannte Hitzeinseln in dicht bebauten Gebieten und sind zu einem grossen gesellschaftlichen Thema geworden. Im Wind- und Wasserkanal an der Empa werden Luftströme simuliert, um Hitzeinseln zu erkennen und Massnahmen zu analysieren, wie diese – mit den passendenden baulichen Massnahmen – vermieden werden können.

Fluglärm aus dem Labor

Das von Empa-Forschenden entwickelte Computerprogramm «SonAIR» ermöglicht es, die Belastung durch Fluglärm flächendeckend und praktisch in Echtzeit zu modellieren und darzustellen. Erleben Sie selbst, wie stark sich die Lärmemissionen von Flugzeugen unter verschiedenen Umständen – wie verschiedene Flugzeug-Bauteile oder topografische Gegebenheiten – verändern und lernen Sie, wie diese Simulation Behörden und Flughäfen helfen kann, ihre Planung optimal auf die Umgebung abzustimmen, sodass die Anwohnerinnen und Anwohner weniger lärmgeplagt sind.

Die Atmosphäre im Blick

"Mit Messungen und Modellierung können die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen präzise bestimmt und die Wirkung von Reduktionsmassnahmen beurteilt werden. Dies wird an der NABEL-Station auf dem Empa-Campus gezeigt. Sie ist eine von sechzehn über die Schweiz verteilten Messstationen des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe."

Plastik – «Paulus» oder «Saulus» unserer Tage?

Plastik hat einen schlechten Ruf – doch ist Plastik gleich Plastik? Wie lassen sich diese Kunststoffe mit maximalem Nutzen für unsere Gesellschaft – und gleichzeitig minimaler Belastung für unsere Umwelt – einsetzen? Lassen Sie sich zeigen, dass Kunststoff nicht nur Kunststoff ist, und erfahren Sie Neues und Spannendes rund ums Thema Recycling.

Drohnen im Dienst der Forschung

Sind Drohnen ein Segen oder eher ein Fluch? Sie eröffnen zahlreiche neue Möglichkeiten, zum Beispiel Schadstoffmessung mittels sensorbestückter Drohnen. Dennoch bringt der Einsatz von Drohnen neue Herausforderungen mit sich. Wir zeigen, was die möglichen Vor- wie auch Nachteile dieser neuen Technologie sind, und an welchen Fragestellungen die Empa forscht.

Abgase unter dem Mikroskop

Nanopartikel sind überall; wir atmen sie mit jedem Atemzug ein. Die Hauptquelle dieser winzigen Teilchen sind Verbrennungsprozesse, unter anderem in Dieselmotoren und direkteinspritzenden Benzinern. Aber auch beim Abbrennen von Kerzen oder dem Rauchen entsteht Feinstaub. Unsere Forschenden zeigen Ihnen die Grössenverteilung solch gesundheitsschädlicher Partikel direkt vor Ort.

Abgasströmung sichtbar machen

Im Empa-Strömungslabor können Forschende mittels modernster Lasertechnologie die Strömung um und in Katalysatoren sichtbar machen. So lässt sich verfolgen, wie sich Reaktionsmittel im Abgas verteilen und wie man die Katalysatoren optimal durchströmen lassen kann. Erleben Sie live, wie die Abgasströmung mit dem Laser sichtbar gemacht und mit einer Hochgeschwindigkeitskamera fotografiert wird.

Aus Abfall Strassen bauen? Das geht!

Asphalt aus Abfall? Klar; sogenannter Recyclingasphalt nutzt Abfallmaterialien aus dem urbanen Raum – also etwa Bauschutt, Altasphalt, Altplastik oder Altreifen – und ist so nachhaltiger und umweltschonender als herkömmlicher Asphalt. Die Empa forscht an dauerhaften Strassenbelägen, die nicht nur die Abfallmenge reduzieren, sondern auch noch geräuscharm sind. Zu sehen sind unter anderem Abfallstoffe, die ihren Weg in diesen neuartigen Asphalt finden.

Zweites Leben für Elektroschrott

Wohin mit ausgepowerten Lithium-Ionen-Batterien aus E-Fahrzeugen? Und wie gehen wir mit anderen elektronischen Gerätschaften aus ausgedienten Autos um? Die Empa entwickelt gemeinsam mit der Industrie Lösungen zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien aus der künftigen Fahrzeugflotte. Ziel ist es, die darin enthaltenen Rohstoffe in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Wir zeigen Ihnen anhand einer zerlegten Batterie, welche Bestandteile in welcher Form wiederverwendet werden können.

Bauen aus Recycling-Material – die NEST-Unit UMAR macht es vor

Ein verantwortlicher Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltigere Zukunft. Wiederverwenden anstatt Wegwerfen, so lautet das Motto. Inwieweit dies im Gebäude- und Baubereich umgesetzt wird, zeigt die NEST-Unit «UMAR» (Urban Mining and Recycling).

Lärm erleben mit Virtual Reality

Lärm stört und begleitet unseren Alltag. Darum soll Lärm wo immer möglich gesenkt oder vermieden werden. Hier kommt die sogenannte Auralisation ins Spiel. Dank Headset und Kopfhörer tauchen Sie visuell und auditiv in virtuelle Bahnlärm-Situationen ein und hören von Forschern synthetisierte Geräusche. Unterschiedliche Lärmschutzmassnahmen werden so im Direktvergleich erlebbar. Ein einzigartiges (Klang-)Erlebnis!

Eawag – Wasser für Mensch und Umwelt

Tauchen Sie ein in die Wasserwelten des Forschungsinstituts Eawag. Wir führen Sie durch das Forum Chriesbach, zu unseren Versuchsteichen und zur Revitalisierung des Chriesbachs.

Zudem zeigen wir

  • das mobile Wasserlabor MS2Field,
  • Live-Unterwasseraufnahmen von Plankton im Greifensee im Aquascope,
  • Der UrinExpress, der aus Urin den Dünger Aurin produziert,
  • die Schwarze Waffenfliege, die aus organischen Abfällen hochwertiges Tierfutter herstellt,
  • Autarky, die erste Toilette, die ohne Wasser- und Kanalisationsanschluss funktioniert und Ressourcen aus dem Abwasser zurückgewinnt.

Abwasser ist kein Abfallprodukt

Wasser ist eine wertvolle Ressource und auch unser Abwasser enthält vielfältig nutzbare Wertstoffe. Wie ein nachhaltiger Umgang mit unseren Wasserreserven und unserem Abwasser aussehen kann, zeigt das Wasserforschungsinstitut Eawag im Water Hub des NEST.


Smarte Materialien

Sensoren, die Roboterbewegungen überwachen; Materialien, mit denen Schwingungen und Schallwellen manipuliert werden können; Holz, dem neue und ungewöhnliche Eigenschaften verliehen werden, oder Textilien, mit denen ein Smartphone bedient werden kann – kurzum: Materialien mit Köpfchen. Erleben Sie im Themenschwerpunkt «Smarte Materialien», welche ungeahnten Möglichkeiten in alltäglichen Materialien stecken.

Ein wachsames Früchtchen

Auf der langen Reise von der Obstplantage ins Ladenregal können Früchte schnell einmal verderben. Vor allem die Kühlung in den Cargo-Containern ist nicht immer gewährleistet, und bisherige Methoden messen dies nur unzureichend. Ein an der Empa entwickelter Sensor verspricht hier Abhilfe. Er sieht aus wie eine Frucht, verhält sich wie eine Frucht – ist in Wahrheit aber ein Spion. Erfahren Sie, wie er funktioniert.

Holz – ein bekannter Werkstoff mit überraschenden Eigenschaften

Holz ist nicht gleich Holz. Während die «traditionellen» Einsatzmöglichkeiten dieses Rohstoffes beschränkt scheinen, lassen sich Hölzer mittlerweile so modifizieren, dass sie ungeahnte, völlig neuartige Eigenschaften aufweisen. So können Empa-Forschende Holz zum Beispiel wasserabweisend oder magnetisch machen oder dafür sorgen, dass sie sich nach entsprechenden Vorgaben wie von selbst verformen. Das wiederum ermöglicht ganz neue Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in der Architektur oder für Industrieprodukte. Lernen Sie Holz auf ganz neue Art und Weise kennen!

Tropenholz aus Schweizer Ahorn

«Swiss Wood Solutions» ist ein Spin-off der Empa und der ETH Zürich. Das junge Unternehmen modifiziert Schweizer Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und stellt Holzprodukte her, für die bislang tropische Edelhölzer verwendet werden mussten, wie Instrumente oder Holzschwerter. Ziel ist es, tropische, häufig illegale Edelhölzer bald einmal mit Schweizer Holz zu ersetzen. Erleben Sie vor Ort, was mit modifiziertem, einheimischem Holz alles möglich ist.

Gebäude wieder in Form bringen

Sogenannte Formgedächtnislegierungen wie «memory-steel» gehören zu denjenigen Entwicklungen aus den Empa-Labors, die bereits ihren Weg in das Schweizer Bauwesen gefunden haben. Mit der neuartigen Stahllegierung werden hierzulande Gebäude verstärkt und wieder in Form gebracht. Warum dies sinnvoll und nötig ist und wie sie genau funktioniert, erfahren Sie von unseren Forschenden.

Gestählter Stahl

Wie lassen sich Bauteile verstärken? Forschende der Empa versuchen mit neuartigen Methoden und Technologien, einzelne Komponente wie Stahlteile länger vor Ermüdung zu bewahren und damit Bauwerken ein längeres Leben zu verleihen. Beobachten Sie Erschöpfungsrisse in Stahlteilen und erleben Sie hautnah, wie solche Teile wieder zur alten Stärke verholfen wird.

Ein Figürchen aus Formgedächtnislegierung

Sogenannte Formgedächtnislegierungen wie «memory-steel» haben das Potential, unsere gebaute Umwelt erheblich sicherer zu machen. Stellen Sie eine eigene Figur aus einer Formgedächtnislegierung her; unsere Forschenden demonstrieren ihnen daran, warum dieses Material so einzigartig ist.

Sensoren, die Roboter überwachen

Immer häufiger werden Roboter zur Ausführung routinemässiger Arbeiten eingesetzt. Doch wer überwacht die Roboter? Bisher sind das Menschen. Doch auch die Überwachung von Maschinen kann «ausgelagert» werden – und zwar mit Hilfe von Sensoren aus elastischen Materialien, die die Bewegungen des Roboters überprüfen und bei Fehlfunktionen den Fehler gleich selbst beheben. Wie das funktioniert zeigen die Forscherinnen und Forscher anhand eines Roboterarms, der sich – ausgestattet mit sogenannten piezo-resistiven Sensoren – bei einer Fehlfunktion neu startet.

Atome und Moleküle bei der Arbeit

Wie lässt sich aus Mikroelektronik Nanoelektronik machen – und diese erst noch kontrollieren? Die Arbeit mit Atomen, die 1000-mal kleiner sind als ein menschliches Haar, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Schauen Sie genau hin, denn mit modernster Technik wird so einiges sichtbar: Wie sieht die Oberfläche eines Graphen-Nanobandes aus? Oder die von Schokolade? Wir zeigen, wie sich lebende Zellen und einzelne Moleküle bewegen und wie verschieden das Leben von Elektronen in kleinen Dimensionen sein kann.

Mit Kristallen gegen Lärm

Wie funktionieren «phononische» Kristalle? Diese makroskopischen Kristallstrukturen, die die Ausbreitung von Schallwellen abschwächen, werden an der Empa sicht- und spürbar gemacht. Erleben Sie anhand eines interaktiven Experiments das Funktionsprinzip dieser neuartigen Materialien.

Bad Hair Day oder wie funktioniert Elektrostatik?

Elektrostatische Aufladungen kennt jeder, sind uns doch alle schon die Haare zu Berge gestanden. Doch wie bzw. wodurch wird die Ladungstrennung eigentlich erzeugt? Und welche Bedeutung hat Elektrostatik für moderne Prozessmaschinen der Mikro- und Nanotechnik? Einige anschauliche Experimente geben Antworten darauf.

Ein Kabel aus Stoff

Ein Kabel aus Stoff? Klingt schräg, ist aber möglich. Forschende der Empa arbeiten an der Integration von elektronischen Komponenten in Textilien, zum Beispiel für lasttragende Seile aus Kunststofffasern. Ein textiles Seil mit Kabeln aus Stoff, die zur Datenübertragung oder auch als Sensor genutzt werden, ist ein erster Prototyp dieser Forschung.

Der perfekte Rasen

Kunstrasen enthält oft ökologisch und gesundheitlich bedenkliches Granulat. Die Empa erforscht und entwickelt Kunstrasen, die ohne dieses auskommen – und erst noch deutlich bessere Eigenschaften haben. So richten sich die einzelnen Fasern immer wieder auf und vermeiden Hautschürfungen und Verbrennungen. Lernen Sie die unterschiedlichen Formen von Kunstrasen kennen und testen Sie darauf Ihr fussballerisches Können – beim Torwandschiessen!

Empa-Bauteile im Weltall & Fügen wie der Blitz 

Zwei Materialien stabil und beständig miteinander zu verbinden ist nicht immer einfach. Doch es gibt innovative Methoden, um selbst schwierig zu verbindende Materialien zusammenzufügen. Wir zeigen, wie das funktioniert, und welche dieser filigranen gefügten Komponenten bereits den Weg ins Weltall gefunden haben. Mit einer Hochgeschwindigkeitskamera demonstrieren wir Ihnen das blitzschnelle Fügen mit reaktiven Nanofolien.

Für immer vereint? – Wie stabil sind Fügeverbindungen?

Wenn Materialien einmal miteinander verbunden sind, sollten sie halten. Doch wie fest sind diese Fügeverbindungen tatsächlich? Raten und testen Sie mit! Schaffen Sie es die Verbindungen zu zerstören?


Energie & Mobilität

Wie sehen die Energieträger und Energienetze von Morgen aus? Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen, und wie lassen sich Batterien verbessern, so dass diese mehr Energie speichern können oder sich noch schneller laden lassen? Fragen wie diese beschäftigen die Forscherinnen und Forscher der Empa. Neue Speichermethoden und Antriebssysteme gehören ebenso dazu wie die Ertüchtigung bestehender Technologien, etwa dem altbekannten Verbrennungsmotor für erneuerbare Energie. Erfahren Sie im Themenschwerpunkt «Energie & Mobilität», an welchen zukunftsweisenden Projekten an der Empa geforscht wird und weshalb. Entdecken Sie, wie aus Beerensaft eine Solarzelle entsteht, wie eine Zitrone zu einer Batterie umfunktioniert wird, oder fahren Sie eine Runde in einem wasserstoffbetriebenen Kehrfahrzeug.

move: Mit welcher Energie fahren wir morgen?

Können wir bald mit Sonnenenergie und Windkraft Auto fahren? Ja – das klappt sogar schon heute. In unserem Mobilitätsdemonstrator move können wir Elektro-, Wasserstoff- und Gasautos ganz ohne fossile Brennstoffe volltanken. Wir zeigen es Ihnen!

hy.muve4kids – die Strasse kehren mit Wasserstoff

Unser Kehrfahrzeug hy.muve fährt mit Wasserstoff statt mit Diesel. Es kehrte schon Strassen in Basel, St. Gallen, Bern, Onex und Dübendorf. Heute dürfen die Kinder ans Steuer! Unter Anleitung von Empa-Mitarbeitenden drehen sie ein paar Runden – weil es sauber ist und Spass macht.

Autonomes Fahren – was sollten wir darüber wissen?

Erste Autos können schon heute autonom fahren. Bald dürften es mehr werden. Doch was passiert, wenn ein Sensor verschmutzt ist oder ausfällt? Welche Daten sammeln solche Fahrzeuge – und welche sollten sie sammeln? Wir schauen einem selbst fahrendenden Auto bei der Arbeit zu. Sehen Sie was, was das Auto nicht sieht?

Der Verbrennungsmotor 4.0 oder: Nikolaus August Otto lebt!

Manche läuten schon sein Totenglöcklein, doch der so genannte Hubkolbenmotor wird im Bereich der Langstrecken- und Lastanwendungen noch lange unverzichtbar sein - aber auch er muss sauber werden. Wir zeigen, wie das geht: Mit einer Ventilsteuerung ohne Nockenwelle lässt sich die Effizienz steigern. Neue Zündungskonzepte ermöglichen den Einsatz von erneuerbaren Treibstoffen. Und ein LKW-Motor läuft mit Diesel aus Strom.

Batterien aus Zitronen – Batterien der Zukunft

Wir bauen eine Batterie aus einer Zitrone. Die lässt sich einmal entladen – das ist einfach. Viel schwieriger ist es, eine Batterie zu bauen, die sich mehrere tausend Mal laden und entladen lässt, die heutigen Batterien überlegen ist und die Umwelt wenig belastet. Wie Empa-Forscherinnen und Forscher an diese Aufgabe herangehen, erfahren Sie hier.

Solarzellen – ausrollbar wie Dachpappe

Solarzellen sind flach, schwarz und zerbrechlich. Stimmt das noch? Nein. Die Empa forscht an flexiblen sowie transparenten Solarzellen. Diese lassen sich so leicht montieren wie Dachpappe oder können auch in Fenstern eingesetzt werden. Somit ist es möglich auch an Stellen Sonnenlicht zu ernten, wo es bisher unmöglich war.

Solarzellen aus Beerensaft (selbst gemacht!)

Von der Natur abgeschaut: Wir ernten Sonnenlicht mit rotem Beerensaft. Unsere Experten kennen die Chemie der natürlichen, roten Farbstoffe und machen sie für die Energiegewinnung zu Nutze. Wir bauen eine Labor-Solarzelle im Kleinmasstab und erzeugen damit Strom.

Experimente an unserer Energieversorgung – der Energy Hub (ehub)

Das Forschungsgebäude NEST erzeugt Strom und Wärme aus Solarenergie. Doch der Verbrauch findet zu anderen Tages- und sogar zu anderen Jahreszeiten statt. Wie lassen sich Produktion und Verbrauch in Einklang bringen? Das wird die entscheidende Frage sein, wenn wir im Jahr 2050 CO2-neutral leben wollen. Erfahren Sie hier, wie unsere Fachleute das Problem angehen.

Klimafreundlicher Beton

Beton gilt nicht gerade als umweltfreundlicher Baustoff. Ein zweiter Blick aufs Material zeigt aber das Gegenteil: In Beton lässt sich Sonnenwärme speichern und auf Knopfdruck wieder abrufen. Und Beton eignet sich sogar als Wärmedämmstoff. Lassen Sie sich verblüffen!

Energiesparen im Quartier

Wohnhäuser, Bürogebäude und Kleinunternehmen werden wir in Zukunft zu einer Art lokalem Energieverbund zusammenschliessen – das könnte an manchen Orten eine Menge CO2 einsparen. Empa-Fachleute wissen, wie das geht und haben es an verschiedenen Orten in der Schweiz bereits ausprobiert.

Sommerwärme für den Winter – als flüssige Konserve

Heute heizen wir Häuser mit Erdgas oder Erdöl. In Zukunft könnte man mit flüssiger Sommerwärme heizen, die man vorher selbst erzeugt und eingelagert hat. Was unglaublich klingt, funktioniert im Empa-Labor bereits. Unsere Fachleute sagen, wohin die Reise geht und welche Hürden noch zu meistern sind.

Die Welt nach fossilen Brennstoffen

Der Klimawandel ist auch an der Empa ein grosses Thema und das Verzichten auf fossile Energieträger ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. Die Empa forscht intensiv daran, wie Städte bald ohne fossile Energieträger auskommen können und vermittelt das Wissen dazu in einem interaktiven Simulationsspiel. Machen Sie mit!


Empa live - Wo Innovation beginnt

Forschung für die Schweiz - und das seit 140 Jahren. Die Empa öffnet für das breite Publikum ihre Tore und bietet einmalige Einblicke in den Alltag der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Erleben Sie hautnah, welche Technologien uns zukünftig im Alltag begegnen könnten - von Medizin, über Energie, Mobilität oder Bautechnologie. Schauen Sie den Forschenden über die Schulter und gewinnen Sie spannendes Hintergrundwissen zu den unzählen Themen, mit denen sich die Empa tagtäglich beschäftigt.

Wann: Samstag, 9. Mai 2020, Campus Empa Dübendorf

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